In sämtlichen Ratgebern wird von der Insassen Unfallversicherung abgeraten. Aber warum gibt es sie überhaupt? Und kann sie trotzdem sinnvoll sein? Gibt es einen
Toptarif für die Unfallversicherung? Ich werde hier mal zusammentragen, was von Ratgebern, Testberichten und ähnlichem bei mir angekommen ist.
Im Gegensatz zur normalen, allgemeinen Unfallversicherung (
Sonderkündigung) deckt sie nur Unfälle ab, die mit dem entsprechenden, versicherten Fahrzeug „begangen“ wurden. Habe ich eine Insassen-
Unfallversicherung, so trägt sie z. B. den Schaden eines Unfalls, den ein Radfahrer oder Fußgänger verursacht hat, der keine Unfall- oder Haftpflichtversicherung hat.
Alles ziemlich kompliziert, wie ich finde. Für mich erscheint die Insassen Unfallversicherung relativ überflüssig. In den meisten Fällen greift eine andere
Kfz Versicherung.
In erster Linie wird von der Kfz-Haftpflicht der allergrößte Teil abgedeckt. Kommen Personen oder Fahrzeuge zu Schaden, zahlt sie. Dafür brauche ich also keinen zusätzlichen Schutz.
Begeht der Verursacher Fahrerflucht, gibt es den Verein Verkehrsopferhilfe, der Sach- und Personenschäden übernimmt.
Verletze ich mich selbst bei dem Unfall, den ich verursacht habe, zahlt meine Krankenversicherung und die Unfallversicherung kommt erst bei bleibenden Schäden zum Tragen.
Anders sieht es natürlich im Ausland aus. Hier werden die Kfz-Haftpflichtversicherungen oft mit geringerer Summe abgedeckt. Doch auch hierfür gibt es eine andere Versicherung, den Ausland-Schadenschutz, der auch individuell für den Urlaub abgeschlossen werden kann.
Also mein Ergebnis ist, dass ich keine Insassen Unfallversicherung abschließe. Ich habe keinen Fall gefunden, wobei nicht eine andere Versicherung zuständig ist und es einen
Toptarif gibt. Mit meinem eigenen Auto fahre ich auch eher nicht außerhalb der europäischen Wirtschaftsvereinigung, außerhalb derer ich dann nämlich doch keine andere Versicherung verpflichten konnte. Leihe ich mir dort ein Auto, ist es sowieso wieder ein ganz anderer Versicherungsfall.
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